Chronische Verstopfung – was ist das eigentlich genau?Der Grat zwischen träger Verdauung und Verstopfung (Obstipation) ist schmal. Wichtiger als die Häufigkeit des Stuhlgangs ist jedoch, dass er unproblematisch verläuft.

Wenn die Darmentleerung problematischer als gewohnt verläuft, liegt möglicherweise eine Obstipation vor – das ist der fachsprachliche Begriff für Verstopfung. Zwischen 15 und 30 % der deutschen Bevölkerung haben damit zu kämpfen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, ältere Menschen häufiger als jüngere. Man unterscheidet akute Verstopfung und chronische Verstopfung. Erstere ist situationsbedingt und vergeht meist wieder von selbst; die chronische Form kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Bei einer Stuhlfrequenz, die über einen längeren Zeitraum hinweg niedriger als dreimal pro Woche liegt, spricht man von einer chronischen Verstopfung. Die Anzahl erfolgreicher Toilettengänge ist jedoch nicht so entscheidend; wichtiger ist vielmehr, dass der Stuhlgang ohne Probleme erfolgt: Anstrengendes Pressen, gefühlt endlose Sitzungen auf der Toilette, harte Stuhlkonsistenz und dadurch verursachte Schmerzen bei der Ausscheidung sind Anzeichen dafür, dass man möglichst rasch Gegenmaßnahmen ergreifen sollte.

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Bei hartnäckiger Verstopfung sorgt ein Abführmittel für Erleichterung. Bei der Auswahl ist jedoch Vorsicht angebracht!

Symptome einer chronischen VerstopfungChronische Verstopfung ist häufiger als die akute Verstopfung und liegt vor, wenn bei 25 % der Toilettengänge oder häufiger mindestens zwei der folgenden Symptome zutreffen:

  • Eindruck, dass die Entleerung unvollständig war
  • Gefühl der Blockade im Darm (Stuhldrang, aber keine Entleerung)
  • starkes Pressen beim Stuhlgang
  • harte oder klumpige Stuhlkonsistenz
  • manuelle Unterstützung erforderlich
  • langfristig weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang (optionales Kriterium; die Stuhlfrequenz kann auch normal sein)

Primäre oder sekundäre Verstopfung?

Ärzte unterteilen die chronische Verstopfung weiterhin je nach Ursache in funktionelle oder idiopathische Verstopfung (also ohne Krankheitshintergrund), sekundäre Verstopfung und anorektale Verstopfung. Eine sekundäre Verstopfung ist die Folge systemischer Erkrankungen oder erkennbarer Einflüsse durch Medikamente, während mechanische Störungen im Enddarm oder After die sogenannte anorektale Verstopfung hervorrufen können: Dabei sorgt die anatomische Verformung des Enddarms – durch einen Vorfall oder einen Tumor – für die Blockade des Darminhalts.

Systemische Erkrankungen, die zu Verstopfung führen können:

  • Hypothyreose
  • Hyperkalziämie
  • Multiple Sklerose
  • diabetische Neuropathie
  • M. Parkinson
  • Schlaganfall
  • Demenz
  • Rückenmarksverletzungen
  • Zöliakie
  • Anorexie

Medikamente, die Verstopfung hervorrufen können:

  • Opioide, Eisenpräparate
  • Anticholinergika, Spasmolytika
  • Trizyklische Antidepressiva und MAO-Hemmer
  • Antazida 
  • Antihistamin 
  • Diuretika 

Laxatan® M

  • keine Abhängigkeiten
  • keine Gewöhnungseffekte
  • sehr gut verträglich
  • mit Elektrolyten und Inulin
Verdauung
Meist nehmen wir unsere Verdauung erst wahr, wenn sie Probleme bereitet. Aber wie funktioniert sie eigentlich?