Bewährte Hausmittel gegen Verstopfung

Es muss nicht immer gleich ein Abführmittel sein. Gerade bei träger Verdauung oder akuter Verstopfung helfen manchmal schon althergebrachte Hausmittel.

Während der Schwangerschaft oder Stillzeit sind Mütter selbstverständlich bestrebt, so wenig Arzneimittel wie möglich einzunehmen. Oder Sie stehen grundsätzlich chemisch definierten Medikamenten skeptisch gegenüber und bevorzugen eine natürliche Alternative. Da Verstopfung – genauso wie die Verdauung – immer auch eine individuelle Angelegenheit ist, kann es sein, dass bei dem einen oder anderen bereits ein bewährtes Hausmittel ausreichend ist, um den Darm wieder in Schwung zu bringen. Im Folgenden finden Sie einige Vorschläge mit allem, was dafür spricht – und dagegen.

Wärme

Wärme fördert die Durchblutung und kann Krämpfe lösen. Das gilt für alle möglichen Verspannungen und natürlich auch für den Darm. Legen Sie eine halbe bis zu einer Stunde lang eine Wärmflasche auf den Bauch. Auch Gel- oder Kirschkernkissen sind gut geeignet. Aber Vorsicht: Die Wärmequelle sollte nicht direkt auf der Haut liegen. Unter der Einwirkung können sich Bauch- und Darmmuskulatur entspannen; Bauchschmerzen werden gelindert und der Stuhlgang wird so erleichtert.

Abführtee

Abführtee enthält meistens Sennesblätter – also pflanzliche Bestandteile der in Afrika und Arabien beheimateten Heilpflanze Senna. Ihre Wirkstoffe, die Sennoside, gelangen bis in den Dickdarm, wo sie bakteriell zu den sogenannten Anthronen umgewandelt werden. Anthrone bewirken einen erhöhten Einstrom von Flüssigkeit in den Darm und eine Stimulation der Darmbewegungen.  

Die abführende Wirkung setzt nach ca. 10 Stunden ein. Obwohl sie als natürliches Abführmittel gelten, sollten Sennesblätter nicht langfristig eingesetzt werden, da sie die Darmwand reizen und die Gefahr eines Elektrolytmangels bergen.  

In der Schwangerschaft dürfen Abführtees mit Sennesblättern nicht eingenommen werden. Sanftere Alternativen könnten Tees mit Fenchelsamen, Anis und Kümmel sein. Sie enthalten wertvolle ätherische Öle, die eine verdauungsfördernde und krampflösende Wirkung haben.

Koffein

Das im Kaffee enthaltene Koffein vermag ebenfalls die Verdauung anzuregen: Als Reaktion auf das stimulierende Alkaloid schüttet der Körper ein Hormon aus, das seinerseits die Produktion von Gallensekret fördert – und dieses dient der Fettverdauung.  

Kaffee – insbesondere Instantkaffee – enthält überdies reichlich Ballaststoffe; und neuerdings weiß man, dass das anregende Getränk nicht entwässert. Sie dürfen also auch den Espresso oder Latte Macchiato zur täglich empfohlenen Trinkmenge hinzuzählen.

Bauchmassagen und Colonmassagen

Weniger Probleme mit Verstopfung – weniger Einsatz von Abführmitteln. Das ist das Ziel stimulierender Massagen von Bauch und Darm. Aufgrund des dichten Nervengeflechts, das den Darm umgibt, ist es nämlich durchaus möglich, ihn durch Druck zu stimulieren und so die Ausscheidung von Stuhl zu vereinfachen.  

Bei der Colonmassage, einer Methode, die in den 50er-Jahren von den Berliner Medizinern Vogler und Krauss entwickelt wurde, werden fünf Areale des Bauches jeweils mit kreisförmigen Bewegungen und leichtem Druck massiert. 

  1. Legen Sie sich bequem auf den Rücken.
  2. Stellen Sie sich nun ein Zifferblatt vor, dessen Zentrum Ihr Bauchnabel ist, wobei sich die Zwölf oben Richtung Brust befindet.
  3. Der erste Massagepunkt befindet sich etwa auf Höhe der Acht. Der zweite liegt bei elf Uhr. Die restlichen Punkte entsprechen der Zwei, Drei und Fünf auf dem gedachten Zifferblatt.
  4. Massieren Sie nun jeden dieser Punkte im Uhrzeigersinn für ca. fünf Sekunden. Wiederholen Sie das Ganze dreimal.
  5. Führen Sie die Massage drei- bis viermal wöchentlich ca. zwei Stunden nach dem Essen durch – nach Möglichkeit bei entleerter Blase und entleertem Darm.

Einlauf zum Lösen einer Verstopfung

Das Klistier, auch Einlauf genannt, ist eine effektive Maßnahme gegen hartnäckige Verstopfung – jedoch nicht vorbehaltlos zu empfehlen.

Viele schwören als Hausmittel bei Verstopfung auf den Einlauf, eine Darmreinigung mit Wasser. Es gibt dafür entweder den Klistierball, der im Wesentlichen aus einem Rohr zum Einführen in den Enddarm und einem Gummiball besteht, oder den sogenannten Irrigator. Letzterer ist nichts weiter als ein Behälter mit Aufhängevorrichtung, der über einen flexiblen Schlauch mit einem Darmrohr verbunden ist. In beiden Fällen nimmt man für die Darmspülung eine bequeme Seitenlage (auf der linken Körperseite) ein, führt das Darmrohr in den Anus und füllt den Darm mit körperwarmem Wasser. Das können zwischen 200 und 2.000 ml sein – nach Belieben auch mit Kräuterauszügen versetzt. Wird der Einlauf in Selbstbehandlung durchgeführt und nicht von einer erfahrenen Pflegekraft, bestehen jedoch gewisse Risiken. Der Darm ist sehr empfindlich und kann z. B. durch das Rohr verletzt werden. Eine zu kalte Temperatur führt dazu, dass sich der Darm zusammenzieht und verkrampft; ist der Einlauf zu heiß, besteht die Gefahr, das Gewebe zu schädigen. Fachleute warnen außerdem davor, dass durch Einläufe die Darmflora verändert und dem Körper Elektrolyte entzogen werden können. Für schwangere und stillende Frauen sowie für chronisch Kranke ist diese Methode wegen der gesundheitlichen Risiken nicht geeignet.

Laxatan® M

  • keine Abhängigkeiten
  • keine Gewöhnungseffekte
  • sehr gut verträglich
  • mit Elektrolyten und Inulin
Macrogol
Der Wirkstoff wird nicht vom Körper aufgenommen und belastet den Organismus nicht unnötig.